Du streichst deinem Hund über den Rücken, und plötzlich hast du eine ganze Handvoll weicher Unterwolle in der Hand. Auf dem Sofa liegen helle Flöckchen, unter dem Esstisch sammeln sich kleine Haarknäuel, die bei jedem Luftzug weiterrollen.
Der Fellwechsel beim Hund kommt jedes Jahr zweimal, im Frühling und im Herbst, und doch überrascht er viele immer wieder mit seiner Wucht. Dahinter steckt ein sinnvoller Vorgang, den du mit ein paar Handgriffen gut begleiten kannst.

Fellwechsel beim Hund: Was im Fell gerade passiert
Viele Hunde tragen ein doppeltes Fell: Aussen das festere Deckhaar, darunter die dichte, weiche Unterwolle. Im Herbst baut der Körper eine besonders dichte Unterwolle auf, die wie eine Daunenjacke Wärme speichert. Im Frühling wird diese wieder abgestossen, und das leichtere Sommerfell bleibt. Deshalb fällt der Frühjahrswechsel bei vielen Hunden besonders heftig aus.
Der wichtigste Taktgeber ist dabei nicht die Temperatur, sondern die Tageslänge. Werden die Tage kürzer oder länger, verändert sich der Hormonhaushalt, und die Haarwurzeln wechseln in eine neue Phase. Hunde, die viel Zeit in geheizten, hell beleuchteten Räumen verbringen, verlieren deshalb oft das ganze Jahr über Haare, dafür ist der Wechsel weniger deutlich. Wie stark er ausfällt, hängt ausserdem von der Rasse ab: Hunde mit viel Unterwolle wie Schäferhunde, Huskys oder Retriever verlieren deutlich mehr als Pudel oder Malteser, deren Haar kontinuierlich wächst.
Auch Futter und Befinden spielen mit. Haare bestehen grösstenteils aus Eiweiss, und während des Fellwechsels braucht der Körper genug hochwertiges Protein und Fettsäuren, um das neue Fell aufzubauen. Stress, eine Läufigkeit oder eine Geburt können zusätzlich vermehrten Haarverlust auslösen. Kahle Stellen, Juckreiz, gerötete Haut oder starker Haarverlust ausserhalb der üblichen Zeiten gehören dagegen nicht zum normalen Fellwechsel und sind ein Grund für einen Besuch in der Tierarztpraxis.
Fellwechsel begleiten: Bürsten statt scheren
In den Wochen des Fellwechsels, meist sind es etwa sechs bis acht, lohnt sich tägliches Bürsten. Fünf bis zehn ruhige Minuten reichen oft schon. Arbeite dich Abschnitt für Abschnitt in Wuchsrichtung vor und achte darauf, dass die Bürste wirklich bis zur Unterwolle reicht, statt nur über das Deckhaar zu gleiten. Hinter den Ohren, an den Hosen der Hinterbeine und am Hals verfilzt lose Unterwolle besonders schnell.
Für Hunde mit dichter Unterwolle eignet sich ein Unterwollkamm oder eine Bürste mit langen, abgerundeten Zinken. Bei langem Fell hilft es, eine Hand flach aufs Fell zu legen und das Haar darunter Lage für Lage auszubürsten. So erreichst du auch die tiefen Schichten, ohne an der Haut zu ziepen. Bei kurzhaarigen Hunden ist eine Gummibürste mit weichen Noppen eine gute Ergänzung, weil sie lose Haare aufnimmt und dabei die Haut massiert.
Scheren ist bei doppeltem Fell keine gute Idee. Die Unterwolle schützt nicht nur vor Kälte, sondern auch vor Hitze und Sonne, und nach dem Scheren wächst das Fell oft ungleichmässig und stumpf nach. Lieber regelmässig ausbürsten und dem Fell die Zeit geben, die es braucht.

Baden und Fellpflege im Fellwechsel
Ein Bad kann den Fellwechsel spürbar erleichtern, weil warmes Wasser die abgestorbene Unterwolle lockert. Spüle danach besonders gründlich, denn in dichter Unterwolle bleiben sonst leicht Shampooreste zurück. Bürstest du während des Trocknens gleich mit, löst sich oft auffallend viel Unterwolle auf einmal.
Das Glanz Shampoo von hej iara reinigt pH-neutral und pflegt mit Haferprotein und Sanddornblätter-Extrakt, die dem Fell Feuchtigkeit spenden. Zwischen den Bädern erleichtert das Fellpflege-Spray das Bürsten: Ein paar Sprühstösse ins Fell, kurz einmassieren, und die Bürste gleitet leichter hindurch, ganz ohne Ausspülen.
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Wenn das neue Fell da ist
Irgendwann merkst du, dass die Haarbüschel weniger werden. Das Fell liegt wieder glatter, fühlt sich unter der Hand dicht und weich an, und dein Hund geniesst die tägliche Bürstenrunde längst als eure gemeinsame Zeit.
Vielleicht ist das das Schönste am Fellwechsel: Er schenkt dir ein paar ruhige Minuten am Tag, nur du, dein Hund und das gleichmässige Geräusch der Bürste. Und mit jedem Büschel, das du sammelst, wächst ein Stück neues Fell für die nächste Jahreszeit.
hej iara – liebevoll verbunden.






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